Von Bern nach Wyssachen: Warum Ramon seine Lehre als Solarinstallateur EFZ bei clevergie macht
Normalerweise zieht es die Leute vom Land in die Stadt. Ramon Baur (16) macht es genau andersrum. Für seine Lehre als Solarinstallateur EFZ reist er von Bern ins Oberaargau nach Wyssachen. Im Interview mit dem Lokalmagazin WURZEL erklärt er, warum. Und warum er es jederzeit wieder so machen würde.
Ramon, du absolvierst seit dem 5. August deine Lehre als Solarinstallateur EFZ bei clevergie in Wyssachen. Wie kam es dazu?
Ich arbeite gerne im Freien und mich hat es schon immer interessiert, wie das mit der Elektrizität funktioniert. Dazu gehört auch die Solartechnik, die meines Erachtens eine grosse Zukunft hat. Und es ist halt eine neue Lehre. Dies alles hat den Ausschlag gegeben.
Ab der 8. Klasse hatte ich dann die Sicherheit, dass diese Ausbildung gestartet wird und begann, in verschiedene Betriebe reinzuschauen. Dabei bestätigten sich meine Erwartungen, ich entschied mich definitiv für diese Ausbildung.
Was gab den Ausschlag, die Lehre als Solarinstallateur bei clevergie zu absolvieren?
Ich durfte hier eine Woche reinschnuppern und mir passte das Arbeitsklima und wie die Leute miteinander umgehen. Und natürlich gefiel mir auch die Arbeit. Es passte einfach alles.
Und ist alles so, wie du dir das vorgestellt hast?
Ja, bisher schon. Es gefällt mir sehr gut.
Bei welchen Arbeiten bist du als Solarinstallateur in Ausbildung mit dabei?
Das ist ganz unterschiedlich. Ich war viel mit Technikern unterwegs, bei Inbetriebnahmen von Wechselrichtern und Anlagen, aber auch bei Störungsbehebungen – zum Beispiel beim Wiederaufschalten eines Wechselrichters, der offline gegangen ist. Nach den Winterferien gehe ich auch auf Montage: Unterkonstruktionen bauen, Panels montieren und verkabeln.

Das klingt nach einem breiten Einstieg.
So ist es. Das gefällt mir sehr. Bei dieser Lehre kann ich von A bis Z alles machen – von der Planung über die Ausführung bis zur Inbetriebnahme.
Wie würdest du den Beruf Solarinstallateur beschreiben?
Er ist anstrengend, vor allem auf dem Dach. Aber es ist auch sehr viel Kopfsache dabei, bei Inbetriebnahmen, bei der Programmierung von Wechselrichtern, später auch bei Planungen. Extrem spannend.
Was passiert in der Berufsschule?
Wir haben Sport, Berufskunde und Allgemeinbildung, wobei ich statt Allgemeinbildung die Berufsmatura mache. Bei der Berufskunde schauen wir die Gebäudehülle an, lernen die Regeln auf der Baustelle und das korrekte Beladen von Fahrzeugen.
Und neben der Lehre?
Seit acht Jahren spiele ich Unihockey, seit letztem Jahr auf Stufe Leistungssport bei Floorball Köniz. Das bringt mich viel in der Schweiz herum.
Würdest du den Beruf und clevergie weiterempfehlen?
Ja, sicher. Vor allem Leuten, die gerne Abwechslung haben, sowohl drinnen als auch draussen arbeiten wollen - körperlich und mit dem Kopf. Dieser Beruf ist sehr zu empfehlen.
Bei clevergie wir gut zu dir geschaut, es sind hier gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Werk und es herrscht ein gutes Arbeitsklima. Ich würde mich definitiv wieder für clevergie entscheiden.
Du wohnst in Bern. Trotzdem fährst du jeden Tag nach Wyssachen?
Auch trotz dieser Situation würde ich mich jederzeit wieder dafür entscheiden. Im Winter habe ich ein Zimmer in Wyssachen, im Sommer reise ich mit dem Roller. Und in Bern haben wir halt keine Energiefirma wie clevergie.
Ist Wyssachen ein Kulturschock nach Bern?
Ich wohne schon etwas ausserhalb der Stadt, bin das Ländliche gewohnt. Aber es ist schon anders hier. Die Baustellen, die Umgebung. Das macht es aber auch interessant.
Die Zukunft gehört den Machern
Ramon macht es vor: Die Energiewende braucht keine Debatten. Sie braucht Menschen, die anpacken – auf dem Dach, an der Platine, in der Planung.
Die Lehre als Solarinstallateur EFZ ist eine der gefragtesten Ausbildungen im Energiebereich der Schweiz. Wer körperlich arbeiten, mitdenken und etwas Sinnvolles bauen will, ist hier richtig.
Du willst auch loslegen?
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Text: Bruno Wüthrich | Fotos: Joël Jakob

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