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Netzdienliche Einspeiseregelung Photovoltaik Schweiz: Was du ab 2026 wissen musst

11. März
2 Min. Lesezeit

Ab dem 1. Januar 2026 gilt in der Schweiz eine neue Regel für Photovoltaikanlagen: Neu installierte Anlagen dürfen maximal 70 % ihrer Modulleistung ins Stromnetz einspeisen. Klingt nach Verlust? Ist es nicht, wenn du es richtig angehst.


Was ist die netzdienliche Einspeiseregelung 2026?

Die netzdienliche Einspeiseregelung ist eine gesetzliche Vorgabe des Bundes, die ab dem 1. Januar 2026 für alle neu installierten Photovoltaikanlagen in der Schweiz gilt. Sie begrenzt die maximale Einspeisung ins öffentliche Stromnetz auf 70 % der installierten Modulleistung (kWp).


Konkret: Wer eine Anlage mit 10 kWp installiert, darf maximal 7 kWp ins Netz einspeisen. Die restlichen 3 kWp müssen entweder selbst genutzt, gespeichert oder geregelt werden.


Wen betrifft die Regelung?

Alle Photovoltaikanlagen, die ab dem 1. Januar 2026 neu ans Netz angeschlossen werden. Bestehende Anlagen sind erst dann betroffen, wenn wesentliche Anpassungen an der Anlage vorgenommen werden.


Warum gibt es diese Regelung?

Das Schweizer Stromnetz stösst an sonnigen Mittagsstunden zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Zu viel Einspeisung gleichzeitig destabilisiert das Netz. Die 70%-Regel ist die Antwort des Gesetzgebers und ehrlich gesagt eine überfällige.


Das Ziel: Solarstrom soll dort ankommen, wo er gebraucht wird – bei dir zu Hause, nicht irgendwo im Netz.


Deine drei Lösungen im Vergleich


Die einfache Lösung: Wechselrichter-Begrenzung

Der Wechselrichter wird technisch auf 70 % gedrosselt. Alles über diesem Wert wird schlicht nicht produziert.


Nachteil: Du verschenkst Energie. An einem sonnigen Junitag kann das je nach Anlagengrösse mehrere kWh täglich sein.


Geeignet für: Anlagen mit sehr geringer Überschussproduktion oder wenn kein Budget für smarte Lösungen vorhanden ist.



Die smarte Lösung: Intelligente Verbrauchssteuerung

Überschüssiger Solarstrom, der nicht ins Netz darf, wird automatisch auf eigene Verbraucher umgeleitet: Boiler, Wärmepumpe, Waschmaschine, Geschirrspüler.


Vorteil: Du nutzt 100 % deiner Produktion. Dein Eigenverbrauch steigt. Deine Stromrechnung sinkt.


Geeignet für: Haushalte mit Wärmepumpe, Elektroboiler oder weiteren steuerbaren Verbrauchern.


Die zukunftsweisende Lösung: Batteriespeicher für maximale Nutzung

Ein Heimspeicher puffert Überschussenergie und gibt sie ab, wenn du sie brauchst – abends, nachts, bei Schlechtwetter.


Vorteil: Maximale Unabhängigkeit. Maximaler Eigenverbrauch. Maximale Autarkie.


Geeignet für: Alle, die nicht nur sparen, sondern sich wirklich vom Netz lösen wollen.


Was verlierst du wirklich durch die 70%-Regelung?

Weniger als du denkst. Bei typischen Schweizer Einfamilienhäusern entfallen weniger als 3–5 % der Jahresernte auf die Spitzenstunden über 70 %. Unsere Empfehlung: Mach das Beste draus. Die 70%-Regelung ist kein Rückschritt. Sie ist der Startschuss für smartes Energiemanagement. Wer seine Solaranlage als Teil eines intelligenten Gesamtsystems denkt – mit Speicher, Wärmepumpe und Ladestation – für den ändert sich praktisch nichts.


Dein Haus kann mehr. Lass es uns beweisen.



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Häufige Fragen zur Einspeiseregelung


Gilt die 70%-Regelung für meine bestehende PV-Anlage?

Nein – solange du keine wesentlichen Anpassungen an deiner bestehenden Anlage vornimmst, bist du von der neuen Regelung nicht betroffen.


Was gilt als «wesentliche Anpassung»?

Der Gesetzgeber definiert dies als signifikante Erweiterung der Leistung oder den Austausch zentraler Komponenten. Eine einfache Wartung oder ein Wechselrichtertausch gleicher Leistung gilt in der Regel nicht als wesentliche Anpassung.


Muss ich als Hauseigentümer selbst handeln?

Nein. Dein Installateur ist verpflichtet, die Anlage regelkonform zu konfigurieren. Wenn du mit clevergie arbeitest, kümmern wir uns um alles – von der Planung bis zur Netzmeldung.


Wird die Regelung auch auf andere Anlagentypen ausgeweitet?

Aktuell betrifft sie nur netzgekoppelte PV-Anlagen. Inselanlagen sind ausgenommen.



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